Magic Disk 64

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             MAGICREATOR                
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Das  ist  garantiert  jedem   Assembler-
Freak schon einmal passiert: Man besitzt
eine  Utility-Sammlung   in   Maschinen-
sprache, aus der  einige  Programme  be-
stimmt  in  eine  Sparte  (z.B.  Grafik)
passen. Dabei treten zwei Probleme unter
Garantie auf: Erstens ist kein Gehirn so
stark, daß es sich alle SYS-  bzw.  USR-
Aufruf-Adressen  aller  Routinen  merken
kann.   Zweitens   beginnen    in    den
meisten fällen mehrere Programme an  der
gleichen Adresse oder überschneiden sich
zumindest.                              
Also geht es nicht ohne  Probleme,  alle
einzelnen Routinen einfach zusammen  ab-
zuspeichern,    um    sie     wenigstens
einmal als ein File auf der Diskette  zu
haben. Einem leidgeplagten Freak  bleibt
nun  nur  noch  die   Möglichkeit,  alle
Programme an den  neuen  Speicherbereich
anzupassen.  Na  dann  viel  Spaß   ...!
Halt!  Spätestens   hier   sollten   Sie
aufhorchen! Wie wäre es, wenn  ein  Pro-
gramm für Sie die Routinen in den  neuen
Bereich  verschiebt,   ohne   ein   Byte
Speicherplatz  zu   verschleudern,   und
gleich dazu das besagte  SYS/USR-Problem
löst? Wäre das nicht spitze?  Dann  sind
Sie  bei   uns   genau   richtig,   denn
MagiCreator   kittet    Ihre    Routinen
zusammen  und  generiert   als   kleines
Bonbon    auch    gleich    noch    eine
Befehlserweiterung dazu. Das heißt,  daß
endlich solche Befehle wie SYS49152,1,A$
wegfallen und durch GRAPH  1,A$  ersetzt
werden.                                 
Zum Programm:                           
MagiCREATOR  bietet   die   Möglichkeit,
während  des  Generierungsvorganges  ein
Protokoll zu nehmen, also alle  Schritte
festzuhalten,  und   sie   nachher   auf
dem Bildschirm  und/oder  einem  Drucker
auszugeben. Dies  sollten  Sie  übrigens
bei jeder größeren  Sitzung  machen,  da
Sie ansonsten leicht den Überblick  über
Ihre Befehle verlieren.                 
Nach dem Start  von  MC  fragt  Sie  der
Rechner, ob  ein  Protokoll  angefertigt
werden soll. Wenn  nein,  geht's  gleich
richtig los, wenn ja,  müssen  Sie  noch
einige  Daten  eingeben,  die  auf   den
Programmablauf  keinen  Einfluß   haben,
allerdings  aus  verständlichen  Gründen
ins  Protokoll  mit  aufgenommen  werden
müssen, um  es  übersichtlicher  zu  ge-
stalten. Darunter  fällt  unter  anderem
der  Name  der späteren Erweiterung  und
das aktuelle Datum.                     
Als nächstes geben Sie bitte die  Anzahl
der   Routinen   ein,   die    in    die
Befehlserweiterung  integriert    werden
sollen.                                 
Damit  das  Ganze  später  auch  richtig
professionell aussieht, können  Sie  den
Text,   der   nach   dem   Start   Ihrer
Erweiterung erscheinen soll,  festlegen.
Kommen wir nun zur Erweiterung an sich: 
Es sind drei  Adressbereiche  vorhanden,
in denen die  Erweiterung  liegen  kann:
$6000-$7fff,       $8000-$9fff       und
$c000-$cfff.   Letzterer   bietet   sich
besonders an, wenn Sie nicht allzu viele
Routinen   zusammenfügen   wollen.    Es
empfiehlt sich  nicht,  den  Bereich  ab
$6000 zu wählen, wenn die  einzubindende
Routine mehr  als  10  Blocks  benötigt.
Haben Sie nicht viele, aber  auch  nicht
wenige Routinen zu bearbeiten,  so  sind
Sie mit $8000-$9fff  sehr  gut  bedient,
denn dann stehen Ihnen fast 7 Kbyte  zur
Verfügung.                              
Wenn Sie Ihre Auswahl  getroffen  haben,
müssen Sie  sich  ungefähr  15  Sekunden
gedulden, die der  Rechner  für  interne
Berechnungen und  Anpassungen  benötigt.
Als nächstes  folgt  der  Hauptteil  des
Programmes: Das Einbinden  der  Befehle!
Dazu  zeigt  Ihnen   MC   zunächst   den
verbleibenden  Platz  für  Routinen  und
Befehlsnamen in Byte an. Wird der  Platz
knapp,  so  färben   sich   die   Zahlen
dunkelrot, und  es  wird  kritisch, eine
weitere  Routine  in  den  Speicher   zu
legen.                                  
Nun  geben  Sie  den  Namen  ein,  unter
welchem  Sie  den  Befehl      von   nun
an aufrufen möchten.                    
Als nächstes geben Sie die  Namen  aller
Routinen     ein,     die     in     der
Befehlserweiteung vorhanden sein sollen.
Dabei sollten  Sie  darauf  achten,  daß
sich  alle   Routinen    als    PRG-File
auf     einer     Diskette     befinden.
Jetzt folgt  der  zeitaufwendigste  Teil
des  Programms,  das   Verschieben   der
Maschinensprache-Routine     in      den
passenden Speicherbereich der wachsenden
Erweiterung. Bei Routinen mit  ca.  1400
Bytes  müssen  Sie   schon   mit   einer
Wartezeit von  ca.  6  Minuten  rechnen.
Hat das Programm die  Verschiebeprozedur
beendet, so fährt es  mit  dem  nächsten
Punkt    fort,    der    Eingabe     der
Befehlsnamen.  Dies  geschieht  solange,
bis  die   Anzahl   der   einzubindenden
Routinen abgearbeitet ist.              
Als kleinen  Leckerbissen  bietet  Ihnen
MC die Option an, einen  HELP-Befehl  in
die   Erweiterung   einzubauen.   Dieser
Befehl bewirkt, daß  nach seinem  Aufruf
alle vorhandenen Befehle auf  dem  Bild-
schirm ausgegeben werden.               
Wenn die Erweiterung generiert ist, wird
Sie     nach     einer     Namenseingabe
abgespeichert.                          
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Hier  noch  einige   Tips   zu   unserem
Programm MagiCREATOR!                   
Verwenden Sie z.B. einen Befehl zum EIN-
und einen anderen  zum  AUSschalten  des
Bildschirms, so sollten  Sie  diese  als
OFFSCREEN und  ONSCREEN  bezeichnen,  da
der  Rechner,  wenn  Sie  SCREENOFF  und
SCREENON verwenden, auf jeden  Fall  den
ersten  Befehl   (SCREENON)   anspricht.
Außerdem ist darauf zu achten,  daß  ein
Befehl (z.B.: SYS 49152 = SET) immer  in
dieser Weise aufgerufen wird:           
    BEFEHL, s, z                        
Dabei  ist  besonders  das  Komma   nach
BEFEHL wichtig, damit dieser  auch  aus-
geführt wird.                           
Selbstverständlich   können   Sie   Ihre
fertig kreierten Werke  auch  mit  einem
einfachen      SYS-Befehl      aufrufen:
Erweiterung ab: $6000 = SYS 24576       
                $8000 = SYS 32768       
                $c000 = SYS 49152       
P.S.: c 128-Besizter sind  in  der  Lage
während des Relokatiervorgangs  mit  "2"
in den FAST-Mode zu  gelangen,  worunter
allerdings  die   Bildschirmausgabe   zu
leiden hat. Mit  "1"  stufen  Sie  Ihren
Rechner zurück in den SLOW-Mode.        
                                    (om)



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