Magic Disk 64

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           OPIUM - THE GAME             
Bei diesem Spiel sticht dem uneinge-    
weihtem Beobachter sofort die ungewöhn- 
liche Namensgebung ins Auge.            
Sollte dieses Game etwa eine berau-     
schende Wirkung haben, also eine Art    
Dope on Disk?                           
Wird man süchtig davon oder ist der Um- 
gang damit etwa verboten?               
Viele ungeklärte Fragen, die das Magic  
Disc-Team dazu bewogen haben eine groß- 
angelegte Aufklärungskampagne zu star-  
ten - und zwar in Form dieses Game-     
tests.                                  
Vorab einmal kann ich Euch beruhigen;   
OPIUM auf der MD ist in jeder Hinsicht  
völlig harmlos und und gefährdet in     
keinster Weise Leib und Leben unserer   
User.                                   
Joachim von Haacke, Michael Kukat und   
Stefan Harwig von Heaven Artworks ha-   
ben mit OPIUM einen unterhaltsamen      
Zeitvertreib für zwei gegeneinander     
antretende Spieler geschaffen.          
Bei OPIUM besteht die Wahl zwischen     
zwei verschiedenen Hintergrundgrafiken, 
die zu Spielbeginn durch die Frage:     
Welches Spielfeld -links/rechts- ausge- 
wählt werden können.                    
Danach kann die Anzahl der Durchgänge   
bis zur Endwertung bestimmt werden -    
die Anzahl der Möglichkeiten geht von   
drei bis zwanzig.                       
Diese beiden Wahlvorgänge werden per    
Joystick durchgeführt.                  
Im Spielfeld selbst beginnt Spieler-1   
von rechts und Spieler-2 von ...links.  
Paradoxerweise ist die Anzeige für bei- 
de Spieler am unteren Bildschirmrand    
genau seitenverkehrt dazu.              
Prinzip von OPIUM ist folgendes:        
Wenn ein Spieler seinen "Punkt" von der 
Wand wegbewegt, leuchten die Stellen,   
auf denen der Punkt sitzt für eine An-  
zahl von Spielbewegungen nach. Der      
Punkt des Spielers erhält somit eine    
Art Schwanz und sieht bald aus wie eine 
Schlange.                               
Mit seiner Schlange darf er jedoch we-  
der die Wand bzw. den Hintergrund noch  
seinen Kontrahenden berühren. Auch Ei-  
genberührung durch Zurückgehen ist      
nicht erlaubt.                          
Verstößt ein Spieler gegen diese Prin-  
zipien, so hat er einen Durchgang weni- 
ger, sein Score erhöht sich um einen    
Punkt und sein Gegner erhält in der     
Endwertung diesen Punkt - einen soge-   
nannten Carnap - gutgeschrieben.        
Die einzige Ausnahme zu diesem Prinzip  
ist das beidseitig diagonale Überkreu-  
zen beider "Spielerschlangen", hier     
passiert überhaupt nichts und das Spiel 
geht ohne Zwischenfall weiter.          
Wie Ihr sicher schon gemerkt habt,      
läuft das Ganze darauf hinaus, den Geg- 
ner durch geschicktes Rangieren mit     
seiner Schlange einzukesseln und ihm    
keine andere Möglichkeit zu lassen, als 
die Wand, den Hintergrund, sich oder    
Euch zu berühren. Dies wäre dann ein    
Punkt - oder Carnap - für Euch.         
Gemeinerweise werden mit der Dauer des  
Spielverlaufs Eure Schlangen immer län- 
ger, läänger und lääänger...            
So steigt auch die Gefahr, sich unbe-   
dacht selber "in den Schwanz zu beißen" 
und auf diese Weise zu verlieren.       
Gewinner ist der Spieler, der am Ende   
aller Durchgänge die meistesn Carnaps   
auf dem Konto hat.                      
Was ich an diesem Spiel vermisse, ist   
der Zwang, seine Schlange bewegen zu    
müssen oder das Fehlen eines Zeit-      
limits, das dem Durchgang ein Ende      
setzt. Wenn sich einer der beiden Spie- 
ler nämlich entschließt, seine Schlange 
in die wohlverdiente Winterstarre fal-  
len zu lassen und einfach nicht mehr zu 
bewegen, kann sich so ein Durchgang     
ewig hinziehen.                         
OPIUM haut Opi um.                      
                                 (TK)   



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